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Kosten für Vermögensverwalter absetzen ist gut – Kosten vermeiden ist besser

Juli 13th, 2010

Liebe Leser,

wer möchte nicht gerne sein Geld möglichst sicher und gleichzeitig rentabel anlegen? Heerscharen von Anlageberatern bieten Ihnen an, diese Aufgabe zu übernehmen. Mit welchem Erfolg, das lassen wir mal dahingestellt. Eins steht jedoch fest: Es fallen hier hohe Kosten an. Kann man die eigentlich absetzen?

Der Bundesfinanzhof hat nun (zur Rechtslage vor der Abgeltungssteuer) entschieden, dass eine Sondergebühr an einen Vermögensverwalter für die “Auswahl zwischen mehreren Gewinnstrategien” zu den Anschaffungskosten der Kapitalanlagen gehört. Als Werbungskosten sind diese Gebühren aber nicht abziehbar. (BFH 28.10.09 – VIII R 22/07).

Seit 2009 ist das eher erfreulich: Denn seit die Abgeltungssteuer gilt, kann man eh’ keine Werbungskosten mehr abziehen. Anschaffungskosten aber schon – wenn auch erst im Zeitpunkt des Verkaufs.

Meine persönliche Meinung zu dem Thema: Absetzbar oder nicht –die besten Kosten sind die, die gar nicht erst anfallen. Vermögensverwalter und Fondsmanager sind teuer, bringen aber allenfalls zufällig einen Mehrwert. Es gibt sehr wohl Vermögensverwalter und Fondsmanager, die den Vergleichsindex in der Vergangenheit geschlagen haben – zum Teil sogar deutlich. Dieses Wissen nützt Ihnen aber nichts. Denn Ergebnisse der Vergangenheit erlauben nachweislich keinen Rückschluss auf die Zukunft. Es bringt also allenfalls per Zufall einen Mehrwert, sich einen teuren Vermögensverwalter zu gönnen. Sicher ist aber eins: Die hohen Gebühren gehen zu Lasten Ihrer Rendite.

Alternativstrategie: Setzen Sie auf kostengünstige ETFs (exchange traded funds; börsengehandelte Indexfonds), die oft nur 0,2 bis 0,4 Prozent jährliche Kosten verursachen statt 1,5 bis 2 Prozent bei Investmentfonds und bis zu 5 Prozent bei Vermögensverwaltern. Diversifizieren Sie Ihre Geldanlage weltweit und lassen Sie die Wertpapiere dann liegen. Am besten 20 oder 30 Jahre – ungerührt von Boomphasen und Börsencrashs. Ihr Lohn: Sie werden zu den 10 Prozent der erfolgreichsten Geldanleger gehören. Anbieter von ETFs: db x-trackers (Deutsche Bank); ComStage (Commerzbank); Lyxor ETFs und viele mehr.

Ein höchst lesenswertes Buch von Gerd Kommer zu diesem Thema finden Sie hier:

http://www.amazon.de/Souver%C3%A4n-investieren-Indexfonds-Indexzertifikaten-ETFs/dp/3593383926

Viel Erfolg beim Investieren wünscht Ihnen

Ihr Alfred Gesierich

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